Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!
Nur noch wenige Tage, dann ist dieses ereignisreiche Jahr zu Ende und es beginnt das neue Jahr 2026 mit vielen alten und neuen Wünschen.
Die weltpolitische Lage ist nach wie vor angespannt und besorgniserregend. Die weitere Entwicklung ist sehr ungewiss und schwer kalkulierbar. Die wirtschaftliche Erholung, lässt auf sich warten. Diese Unsicherheiten sind auch hier bei uns in Tremsbüttel spürbar. Es hilft jedoch nicht, den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten was passiert. Wir haben trotzdem die Möglichkeit vieles selbst zu gestalten.
Als Ergebnis eines Wettbewerbs im Rahmen der Erstellung des Ortskernentwicklungskonzepts haben wir uns einen Slogan gegeben: Tremsbüttel - Natürlich – Lebendig – Nah Damit sind die Stärken unserer Gemeinde und unserer Gemeinschaft sehr gut beschrieben.
Leider ist unsere finanzielle Situation nicht sehr gut und dies wird sich auch in absehbarer Zukunft nicht ändern. Kurz bis mittelfristig sind keine Tendenzen erkennbar, die Finanzkraft der Kommunen nachhaltig zu stärken. Die angekündigten Mittel für Kommunen aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur sind dabei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Es wird dabei bleiben, dass 80-90% unseres Einnahmeüberschusses für die Kindertagesbetreuung, die Schulkosten, die offene Ganztagsschule und die notwendigen Ausgaben der freiwilligen Feuerwehr aufgewendet werden müssen. Zukünftig werden noch Ausgaben für den Katastrophen- und Zivilschutz hinzukommen. Wir werden lediglich aufgerufen zu sparen. Jedoch bei den o.g. „Pflichtaufgaben“ gibt es so gut wie keine Einsparmöglichkeiten. Hier sind die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.
Deswegen können wir nicht alle Wünsche, die an die Gemeindevertretung herangetragen werden, erfüllen. Wir sind gehalten alle unsere „freiwilligen Leistungen“ daraufhin zu überprüfen, dass sie möglichst einer großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.
Leider verstärkt sich die Tendenz, dass bei Problemen zunächst nach dem Staat / der Gemeinde gerufen wird. Der Staat / die Gemeinde wird häufig als Serviceunternehmen betrachtet.
Es ist in den Hintergrund getreten, dass wir alle uns als Teil dieser Gemeinschaft verstehen müssen. Wir müssen uns wieder daran gewöhnen, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Vielleicht ist es hilfreich, in Anlehnung an ein berühmtes Zitat zu handeln. Denke nicht zuerst daran, was die Gemeinde für Dich tun kann, sondern denke erst daran, was Du für die Gemeinde tun kannst.
Zum Glück gab es in diesem Jahr wieder viele sehr positive Erlebnisse, die mich sehr zuversichtlich stimmen, dass wir es gemeinsam schaffen, unsere Gemeinde, im Sinne unseres Slogans, lebenswert zu erhalten und Schritt für Schritt für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen, auch wenn die Schritte zukünftig ggf. kleiner werden müssen.
Viele Veranstaltungen belegen, dass die Gemeinschaft noch gut funktioniert. Dies zeigt sich beispielhaft in
der großen und konstruktiven Beteiligung am Ortskernentwicklungskonzept,
dem großen Erfolg des Osterfeuers, organisiert von der Jungendfeuerwehr
dem großen Engagement und der Beteiligung am Kindervogelschießen mit Abendveranstaltung,
und der großen Beteiligung am Laternenumzug, organisiert von der Jungendfeuerwehr.
Ich fand es besonders erfreulich, dass es gelungen ist, auch in diesem Jahr die Weihnachtsfeier für die Seniorinnen und Senioren durchzuführen. Es haben sich nach einem Aufruf, kurzfristig viele helfende Hände gefunden, die es ermöglicht haben, diese Veranstaltung, wie gewohnt stattfinden zu lassen.
Allen, die in diesem Jahr wieder dazu beigetragen, dass sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Tremsbüttel wohl fühlen, gilt mein herzlichster Dank.
Angefangen bei den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreterinnen, den wählbaren Bürgerinnen und Bürgern in den Ausschüssen und der Vielzahl von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern im Seniorenbeirat, der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr, dem VfL-Tremsbüttel, der Singgemeinschaft, der AG Vogelschießen und den vielen anderen, die zum Gelingen des bisher Erreichten beigetragen haben.
Es würde mich sehr freuen, wenn ich viele von Ihnen auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde am 11.01.2026 um 11:00 (Einlass ab 10:30 Uhr) in der Merzweckhalle begrüßen kann. Wir werden dort einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre und einen Ausblick auf die Zukunft geben. Vielleicht ergibt sich dort auch die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes und friedliches Weihnachtsfest und alles Gute, vor allem Gesundheit für das kommende Jahr 2026.
Lassen Sie uns gemeinsam an all die Menschen denken, die nicht das Glück haben ein friedliches Weihnachtsfest im Kreise ihrer Familien zu verbringen.
Ihr
Jörg Müller